Mobbing hinterlässt Spuren – auch wenn es niemand sieht

Veröffentlicht am 25. Januar 2026

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Eine Frau sitzt einsam auf einer Parkbank, hat das Gesicht in ihren Händen vergraben

„Ignorier es einfach.“
„Die meinen das doch nicht so.“
„Dann steh drüber.“

Für Menschen, die Mobbing erleben, fühlen sich solche Sätze oft wie ein weiteres Wegschieben an. Denn Mobbing ist nicht harmlos. Es greift an – leise, wiederholt, tief.

Warum Hoffnung hier so wichtig ist

Mobbing nimmt Betroffenen oft die Hoffnung: auf Zugehörigkeit, auf Sicherheit, auf Selbstvertrauen. Hoffnung bedeutet hier:

  • zu wissen: Ich bin nicht falsch
  • zu glauben: Das darf aufhören
  • zu erkennen: Ich habe ein Recht auf Schutz

Warum Realität entscheidend ist

Mobbing verschwindet selten von allein. Realität anzuerkennen heißt:

  • Mobbing beim Namen zu nennen
  • sich nicht selbst die Schuld zu geben
  • Unterstützung einzufordern

So zu tun, als wäre nichts, schützt nicht – es isoliert.

Typische Gedanken von Betroffenen

  • „Vielleicht bin ich wirklich komisch.“
  • „Wenn ich anders wäre, würde das nicht passieren.“
  • „Ich darf nichts sagen, sonst wird es schlimmer.“

Diese Gedanken entstehen durch wiederholte Abwertung – nicht durch Wahrheit.

Konkrete Handlungsmöglichkeiten

  • Erlebtes festhalten (z. B. aufschreiben)
  • mit einer Vertrauensperson sprechen
  • Grenzen klar benennen, wo möglich
  • Hilfe holen – frühzeitig

Fazit

Mobbing ist niemals deine Schuld.
Du musst das nicht aushalten.
Und du darfst dir Unterstützung holen – ohne dich zu rechtfertigen.

Katherine Surtees - aus Krisen wachsen

Katherine Surtees

Katherine Surtees ist Expertin für mentale Gesundheit, Sporttherapie und integrative Psychotherapie. Mit einem Hintergrund in der Notfallmedizin und eigenen Erfahrungen mit gesundheitlichen Rückschlägen begleitet sie heute Jugendliche und junge Erwachsene.