„Ignorier es einfach.“
„Die meinen das doch nicht so.“
„Dann steh drüber.“
Für Menschen, die Mobbing erleben, fühlen sich solche Sätze oft wie ein weiteres Wegschieben an. Denn Mobbing ist nicht harmlos. Es greift an – leise, wiederholt, tief.
Warum Hoffnung hier so wichtig ist
Mobbing nimmt Betroffenen oft die Hoffnung: auf Zugehörigkeit, auf Sicherheit, auf Selbstvertrauen. Hoffnung bedeutet hier:
- zu wissen: Ich bin nicht falsch
- zu glauben: Das darf aufhören
- zu erkennen: Ich habe ein Recht auf Schutz
Warum Realität entscheidend ist
Mobbing verschwindet selten von allein. Realität anzuerkennen heißt:
- Mobbing beim Namen zu nennen
- sich nicht selbst die Schuld zu geben
- Unterstützung einzufordern
So zu tun, als wäre nichts, schützt nicht – es isoliert.
Typische Gedanken von Betroffenen
- „Vielleicht bin ich wirklich komisch.“
- „Wenn ich anders wäre, würde das nicht passieren.“
- „Ich darf nichts sagen, sonst wird es schlimmer.“
Diese Gedanken entstehen durch wiederholte Abwertung – nicht durch Wahrheit.
Konkrete Handlungsmöglichkeiten
- Erlebtes festhalten (z. B. aufschreiben)
- mit einer Vertrauensperson sprechen
- Grenzen klar benennen, wo möglich
- Hilfe holen – frühzeitig
Fazit
Mobbing ist niemals deine Schuld.
Du musst das nicht aushalten.
Und du darfst dir Unterstützung holen – ohne dich zu rechtfertigen.



