„Atmen? Das mach ich doch sowieso.“
Stimmt. Und trotzdem atmen viele Menschen im Alltag flach, schnell und unter Spannung – besonders dann, wenn Stress, Druck oder starke Gefühle da sind.
Breathwork bedeutet, den Atem bewusst wahrzunehmen und zu nutzen. Nicht, um Gefühle wegzumachen. Sondern um besser mit dem umzugehen, was gerade da ist.
Was Breathwork ist
Breathwork heißt: mit dem Atem arbeiten.
Dabei wird Atmung bewusst verlangsamt, vertieft oder beobachtet.
Der Grund, warum das wirkt, ist einfach:
Der Atem ist direkt mit dem Nervensystem verbunden.
Wenn sich der Atem beruhigt, bekommt auch der Körper ein anderes Signal.
Warum bewusstes Atmen helfen kann
In Stressmomenten schaltet der Körper in Alarm.
Der Atem wird flach, Gedanken rasen, Spannung steigt.
Bewusstes Atmen kann helfen,
- innere Unruhe zu reduzieren
- einen Moment Abstand zu gewinnen
- Gefühle besser auszuhalten
Nicht immer sofort.
Aber oft genug, um nicht völlig überwältigt zu werden.
Was Breathwork nicht ist
Breathwork ist kein Wundermittel.
Es macht Probleme nicht weg und sorgt nicht für dauerhafte Ruhe.
Mal fühlt es sich gut an.
Ein anderes Mal ist es ungewohnt.
Und hin und wieder scheint nichts davon eine Wirkung zu haben.
Auch das gehört dazu.
Typische Zweifel
Viele denken:
- „Das bringt nichts.“
- „Ich mache es falsch.“
- „Das fühlt sich komisch an.“
Die gute Nachricht:
Beim Atmen gibt es kein Richtig oder Falsch.
Du kannst nichts kaputt machen.
Breathwork im Alltag
Du brauchst kein Ritual und keine Matte.
Zum Beispiel:
- länger ausatmen als einatmen
- bis 4 einatmen, bis 6 ausatmen
- eine Hand auf den Bauch legen
- beim Ausatmen bewusst loslassen
Das geht überall – auch unauffällig.
Fazit
Breathwork heißt nicht, immer ruhig zu sein.
Es heißt, einen Zugang zu sich selbst zu haben, wenn es unruhig wird.
Du atmest sowieso.
Breathwork hilft dir, diesen Atem bewusst zu nutzen –
als kleine Unterstützung im Alltag.


